Wohnformen

Unsere Wohnformen bieten ein Zuhause für Kinder und Jugendliche, wenn klar ist, dass sie für einen längeren Zeitraum von ihrer Herkunftsfamilie getrennt leben und nicht in einer Pflegefamilie untergebracht werden.

Die Wohngruppen bieten einen verlässlichen Lebensmittelpunkt. Von dort aus werden die Kinder und Jugendlichen ganzheitlich begleitet, um schließlich in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren oder sich verselbständigen zu können.

Die einzelnen Gruppen unterscheiden sich in Gruppengröße, Altersstruktur, Betreuungsschlüssel, liegen ländlich oder städtisch zentral. Für unterschiedliche Kinder und Jugendliche und ihre unterschiedlichen Bedarfe bieten wir somit vielfältige Wohnformen.

Unsere Häuser befinden sich in verschiedenen Städten und Gemeinden der Kreise Unna, Warendorf, Borken, Coesfeld und Hamm.

Kontakt

Thomas Kißmann
Bereichsleiter
-Wohnformen-

Tel.: 02389/5270-129
thkissmann(at)jugendhilfe-werne.de

 

  • Regelwohngruppen und Außenwohngruppen
  • Inklusive Wohngruppe, therapeutische Intensivsettings
  • geschlechtsspezifische Angebote, Mädchenhaus
  • Sozialpädagogisch Betreutes Wohnen (SBW)
  • Angebote zur Verselbständigung

AWG Maria Frieden

Regelwohngruppe
AWG Maria Frieden, Jugendhilfe Werne

Im Überblick

Standort: 59368 Werne
Platzzahl: acht Plätze
Aufnahmealter: ab sechs Jahre
Betreuungsschlüssel: 1:2, andere auf Anfrage
Rechtsgrundlage: §§ 27, 34, 35a, 36, 41 SGB VIII

Die AWG bewohnt ein großzügiges ehemaliges Pfarrhaus, rund zehn Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt. In der Gruppe wohnen Jungen und Mädchen unterschiedlichen Alters. Sie finden dort mittel- bis langfristig einen neuen Lebensmittelpunkt.


AWG Horst

Therapeutische Intensivwohngruppe
AWG Horst, Jugendhilfe Werne

Im Überblick

Standort: 59368 Werne Horst
Platzzahl: sechs Plätze
Aufnahmealter: ab zehn Jahre
Betreuungsschlüssel: 1:1,3, 1:1
Rechtsgrundlage: § 27 SGB VIII in Verbindung mit § 34 SGB VIII oder § 35a, § 36 SGB VIII

Bei der Außenwohngruppe in Werne Horst handelt es sich um ein therapeutisches Intensivangebot. Ziel ist es, für die Kinder und Jugendlichen in einem rund zweijährigen Hilfeprozess eine tragfähige und langfristige Perspektive zu entwickeln. Über die Bearbeitung von Beeinträchtigungen oder Störungsbildern trainieren wir die soziale Kompetenz der Kinder und Jugendlichen, die im Idealfall entweder zurück in ihre Herkunftsfamilie, ein Regelangebot oder in die Verselbständigung wechseln können.


Die Außenwohngruppe Horst unterscheidet sich von den Regelgruppen durch eine geringere Platzzahl, höhere Betreuungsdichte und ein höheres Maß an Individualisierung sowie einen therapeutischen Ansatz. Die im Alltag stattfindende therapeutische Begleitung unterstützt die Kinder und Jugendlichen bei der Bearbeitung ihrer Themen und bei der Entwicklung einer geeigneten Zukunftsperspektive. Ein strukturierter und Schutz bietender Lebensrahmen bietet zusätzliche Orientierung.
Die Kinder und Jugendlichen bewohnen ein Haus in Werne Horst mit rund 2000 Quadratmeter Außenfläche am Rande eines gewachsenen Wohngebietes. Für die therapeutischen Angebote steht ein eigener Gebäudeteil zur Verfügung.
 


AWG Ascheberg

AWG Ascheberg, Jugendhilfe Werne

Im Überblick

Standort: 59387 Ascheberg
Platzzahl: sieben Regelplätze, zwei Intensivplätze
Aufnahmealter: ab sechs Jahre
Betreuungsschlüssel: 1:2, 1:1,6, 1:1,3, 1:1
Rechtsgrundlage: §§ 27, 34, 35a, 36, 41 SGB VIII

In der Außenwohngruppe in Ascheberg leben sieben Kinder und Jugendliche. Die Gruppe zeichnet sich durch stabile Teamstrukturen aus und bietet den Kindern und Jugendlichen einen stabilen Lebensmittelpunkt und verlässliche Beziehungspartner. Die Einrichtung eines Platzes mit höherem Betreuungsschlüssel ermöglicht auch die Aufnahme eines Kindes mit entsprechendem Bedarf.


Die im Münsterland gelegene Kleinstadt Ascheberg bietet alle Regelschulformen, Förderschulen sind in Schulbusentfernungen zu erreichen. Die Gruppe ist über die Einbindung in die Nachbarschaft und die Vereinsmitgliedschaften ein fester Bestandteil des örtlichen Lebens.


IWG Herbern

Im Überblick

Standort: 59387 Ascheberg‐Herbern
Platzzahl: 7 Plätze (gemischtgeschlechtlich), davon 1 Intensivplatz
Aufnahmealter: sechs bis zehn Jahre
Betreuungsschlüssel: 1:2, 1:1,6, 1:1,3, 1:1, FASD_Intensivbetreuung
Rechtsgrundlage: §§ 27,34,35a,36,37,41 SGB VIII

Die Außenwohngruppe in Herbern lebt in einem großzügigen Haus in einem gewachsenen Wohngebiet in dörflicher Umgebung mit großen Frei- und Spielflächen. Sie bietet bei zwei FASD-Intensivplätzen insgesamt 7 Kinder/Jungendlichen Jungen und Mädchen einen mittel- bis langfristigen Lebensort an. Wie in allen unseren Angeboten ist auch hier eine Rückführung in die Herkunftsfamilie immer eine Option.


Wichtig für die betreuten Kinder sind klare Strukturen, die ihnen im Alltag Orientierung bieten. Gleich bleibende Tagesabläufe, klare Regeln und ein einheitliches Verhalten der Betreuenden vermitteln Halt und geben Sicherheit. Verstärkt wird dies dadurch, dass jedes Kind kennt seinen Bezugsbetreuer oder seine Bezugsbetreuerin hat. Diese begleiten die Kinder und Jugendlichen zum Teil über Jahre und sind für eine positive Entwicklung in allen Bereichen verantwortlich.
In der obersten Etage befindet sich ein Verselbständigungsbereich mit eigener Küche und Bad.


AWG Lünen

Regelwohngruppe
AWG Lünen, Jugendhilfe Werne

Im Überblick

Standort: 44532 Lünen
Platzzahl: acht Plätze
Aufnahmealter: ab zehn Jahre
Betreuungsschlüssel: 1:2, andere auf Anfrage
Rechtsgrundlage: §§ 27, 34, 35a, 36, 41 SGB VIII

Das Gebäude der Außenwohngruppe Lünen ist eine Gründerzeitvilla im Stadtzentrum von Lünen. Die Anbindung an sämtliche Schulformen und verschiedene Freizeitangebote, Jugendzentren und Sportvereine ist damit sehr gut gegeben.


In den drei Etagen des Hauses hat jedes Kind und jeder Jugendliche sein eigenes Zimmer. Im oberen Geschoß des Hauses besteht für einen Jugendlichen die Möglichkeit sich selbst zu versorgen, um sich auf eine selbständige Lebensführung vorzubereiten. Die Mädchen und Jungen der Gruppe erhalten durch stabile Teamstrukturen einen festen Lebensmittelpunkt und verlässliche Beziehungspartner.
Die Stadt Lünen bietet vielfältige Schul- und Ausbildungsformen und ist über eine Bahnstrecke an die Stadt Dortmund angeschlossen.


AWG Olfen

Regelwohngruppe
AWG Olfen, Jugendhilfe Werne

Im Überblick

Standort: 59399 Olfen, ländlich im Außenbereich der Stadt
Platzzahl: 8 Regelplätze
Aufnahmealter: ab sechs Jahre
Betreuungsschlüssel: 1:2, andere auf Anfrage
Rechtsgrundlage: §§ 27, 34, 35a, 36, 41 SGB VIII

Das Haus der Außenwohngruppe Olfen liegt inmitten einer Bauernschaft und ist umgeben von Wiesen und Feldern. Das großzügige Außengelände und die ruhige, freie Umgebung bietet den Kindern die Möglichkeit zum Spielen, Toben, Entdecken und Erleben in der Natur.


Der Ortskern von Olfen ist dennoch nur zwei Kilometer, die Stadt Lüdinghausen zehn Kilometer  entfernt, so dass Schulen, Ärzte, Vereine und Freizeiteinrichtungen relativ schnell mit dem Auto oder dem Schulbus erreicht werden können. Es besteht eine stabile Kooperation mit allen Schulen, Kinderärzten und Vereinen vor Ort wie auch mit der zuständigen Kinder- und Jugendspychiatrie in Marl-Sinsen.


IWG Südkirchen

Inklusive Wohngruppe
AWG Südkirchen, Jugendhilfe Werne

Im Überblick

Standort: 59394 Südkirchen
Platzzahl: acht Plätze
Aufnahmealter: ab sechs Jahre
Betreuungsschlüssel: 1:1,6
Rechtsgrundlage: §§ 27, 34, 35a, 36, 41 SGB VIII

Die Inklusive Wohngruppe Südkirchen (IWG) widmet sich der mittel- bis langfristigen Betreuung von Kindern mit erzieherischem Bedarf und möglichen weiteren Einschränkungen.


Unser Ziel ist die Stärkung jedes Kindes nach seinen oder ihren Möglichkeiten, um ein möglichst hohes Maß an gesellschaftlicher Teilhabe – während des Aufenthaltes bei uns, nach einer Rückkehr in die Familie oder in der eigenen Wohnung – zu ermöglichen. Wir gehen also explizit nicht von unterschiedlichen Zielgruppen aus, sondern von Kindern oder Jugendlichen, die unterschiedliche erzieherische Bedarfe haben und möglicherweise über zusätzliche Handycaps verfügen, die einer erhöhten Aufmerksamkeit bedürfen. Dabei passen wir uns den jeweiligen Erfordernissen, Schwierigkeiten und Ressourcen der (möglicherweise auch wechselnden) Belegung über die Wahl von Methoden und Fortbildungen an.

Die Wohngruppe befindet sich im ersten Stock eines – leider – nicht komplett barrierefreien Gebäudes, was uns die Betreuung von Kindern mit starken körperlichen Einschränkungen leider nicht erlaubt.


WG "Auf dem Berg"

Gruppe für chronisch kranke Kinder
WG Berg, Jugendhilfe Werne

Im Überblick

Standort: 59368 Werne
Platzzahl: neun Plätze für Kinder mit Erziehungsbedarf und/oder körperlichen o. seelischen Beeinträchtigungen
Aufnahmealter: ab sechs Jahre
Betreuungsschlüssel: 1:1,6
Rechtsgrundlage: §§ 34, 35a, ggf. 41 SGB VIII, SGB XI

Die Wohngruppe Auf dem Berg ist eine integrative Gruppe für chronisch kranke und gesunde Kinder. In diesem Angebot haben wir die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Krankheits- bis Behinderungsformen zu betreuen. Für körperliche Behinderungen ist eine entsprechende Ausstattung vorhanden, das Erdgeschoß ist rollstuhlgerecht. Im Obergeschoss befinden sich zwei Verselbstständigungs-Apartments mit eigener Küche, in denen bei Bedarf vor einem Auszug das eigenständige Leben trainiert werden kann.


Die unterschiedlichen Erkrankungen der Kinder und Jugendlichen erfordern von dem erfahrenen Team eine Einarbeitung in die spezifischen Anforderungen im Umgang mit dem jeweiligen Kind oder Jugendlichen. Alle MitarbeiterInnen haben Erfahrung in der Pflege bis hin zur Gebärdensprache. Das Team setzt sich aus Erzieher/innen, Heilpädagog/innen, Sozialarbeiter/innen und einer Kinderkrankenschwester zusammen.
Die WG Auf dem Berg liegt in einem großzügigen Haus mit einem großen Garten in der Innenstadt von Werne, was gerade für körperliche Beeinträchtige kurze Wege garantiert. Für die Förderung und Entwicklung der Kinder und Jugendlichen arbeiten wir eng mit Förderschulen, Therapeuten, medizinischen Einrichtungen, gesetzlichen Betreuern, Verfahrenspflegern und Vormündern zusammen.


Mädchenhaus

Mädchenhaus, Jugendhilfe Werne

Im Überblick

Standort: 59368 Werne
Platzzahl: sechs Plätze geschlechtsspezifische Kleingruppe
Aufnahmealter: ab 10 Jahre
Betreuungsschlüssel: 1:1,6, andere auf Anfrage
Rechtsgrundlage: §§ 27, 34, 35a, 36, 41 SGB VIII

Das Mädchenhaus in Werne bietet sechs jugendlichen Mädchen und jungen Frauen die Möglichkeit, geschützt und stationär an ihrer Verselbständigung zu arbeiten. Die Gruppe kennzeichnet sich durch die geschlechtsspezifischen Rahmenbedingungen, es können Mädchen aufgenommen werden, die neben dem erzieherischen Bedarf durch prägende biografische Ereignisse Essstörungen, psychische Erkrankungen, Autoaggressivität oder Ähnliches entwickelt haben.


Die Kleingruppe besteht aus sechs Intensivplätzen und wird ausschließlich von Mitarbeiterinnen betreut. Die Unterbringung bietet den Mädchen einen Rahmen, in dem unter anderem geschlechtsspezifische Bereiche thematisiert und Beziehungen zu Betreuerinnen und externen Partnern gestaltet werden. Dabei machen die Auseinandersetzung der weiblichen Rolle und des Gender-Aspekts das Angebot spezifisch.

Den Mädchen und jungen Frauen steht eine Bezugsbetreuerin zur Seite, die sich gemeinsam mit ihr um alle Belange des Alltags kümmert und sie bei der Planung der schulischen und beruflichen Perspektive unterstützt. Das Konzept sieht außerdem im Rahmen der für die Mädchen anstehende Verselbständigung betreuungsfreie Zeiten vor, die über eine Rufbereitschaft abgedeckt werden. Wenn die jungen Frauen schließlich in eine eigene Wohnung ziehen möchten, können sie weiterhin von ihrer Bezugsbetreuerin begleitet werden.
Das Haus befindet sich im Zentrum von Werne und bietet so eine gute Anbindung an sämtliche Schulformen und Freizeitangebote.


Sozialpädagogisch Betreutes Wohnen

SBW

Im Überblick

Standort: Innenstadt Werne und verteilte Wohneinheiten
Platzzahl: zehn Plätze
Aufnahmealter: ab 16 Jahre
Betreuungsschlüssel: 1:2, 1:2,67, 1:5
Rechtsgrundlage: §§ 27, 34, 35a, 36, 41 SGB VIII

Zu unseren Wohnformen zählt neben den einzelnen Wohngruppen auch das Sozialpädagogisch Betreute Wohnen (SBW). Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen leben in einer eigenen Wohnung und werden auf dem Weg in die Selbstständigkeit ambulant betreut.


Die Wohnform kann zum einen von außen direkt belegt werden. Zum anderen ist das Sozialpädagogisch Betreute Wohnen die letzte Stufe stationärer Unterbringung für Jugendliche und junge Erwachsene, die zuvor in anderen Wohngruppen oder Angeboten der Jugendhilfe gelebt haben. Bei einer Belegung von außen kann bereits eine Vorbereitung durch stundenweise Betreuung der Jugendlichen am bisherigen Wohnplatz erfolgen. Es kann aber auch eine schnelle Aufnahme mit vorbereitender Unterbringung in einem Einzelappartement erfolgen. In beiden Fällen wird die Zeit überbrückt, in der die Jugendlichen gemeinsam mit unseren MitarbeiterInnen nach einer eigenen Wohnung suchen. Wir streben dabei die Anmietung von Wohnräumen an, die nach Abschluss der Betreuung an die jungen Erwachsenen übergeben werden kann.

Das Sozialpädagogisch Betreute Wohnen richtet sich an ganz verschiedene junge Menschen mit unterschiedlicher Entwicklung, Motivation, Kooperationsbereitschaft und Selbstständigkeit. Kommen die Jugendlichen aus einem unserer Angebote, haben wir sie im Vorfeld bereits gezielt auf das Leben in einer eigenen Wohnung vorbereitet.


PLAN B

Im Überblick

Standort: 59077 Hamm
Platzzahl: sieben Plätze, fünf Regelplätze, zwei Intensivplätze
Aufnahmealter: ab 6 Jahren
Betreuungsschlüssel: 1:2, 1:1,6, 1:1,3, 1:1
Rechtsgrundlage: §§ 27 in Verbindung mit 34, 35a, 36, SGB VIII

Die Außenwohngruppe PLAN B bietet Kindern und Jugendlichen im Alter sechs und 14 Jahren die Möglichkeit ein fest integrierter Bestandteil unserer Gesellschaft zu werden.


In der AWG PLAN B wird mit einem Betreuungsschlüssel von 1:1,6 gearbeitet.  Mit diesem erhöhten Personal können wir individueller auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder eingehen und sie dort abholen, wo sie gerade stehen. Beim Team handelt es sich um ein multiprofessionelles Team von Heilpädagogen, Sozialpädagogen, Erzieherinnen sowie einem Student in der dualen Ausbildung und einer Praktikantin im freiwilligen sozialen Jahr.