Schulsozialarbeit Schule am Windmühlenberg

  • Aufgaben und Tätigkeiten
  • Projekte
  • Gruppenangebote
  • Einzelangebote
  • AG's
  • Konzept

Kontakt

Andreas Burczyk
Schule am Windmühlenberg
Windmühlenberg 2
59368 Werne

Telefon: 0160/90561407
Email: a_burczyk@gmx.de

Aufgaben und Tätigkeiten

Folgende Arbeitsfelder zählen zum Kernspektrum der Schulsozialarbeit:

  • Beratung und Einzelhilfe
  • Sozialpädagogische Gruppenarbeit und Projekte
  • Vernetzung und Gemeinwesenarbeit
  • Offene Freizeitangebote

Alle Tätigkeiten von Schulsozialarbeit (zum Beispiel Begleitung der Jugendlichen im Übergang Schule-Beruf) lassen sich einem dieser vier Arbeitsfelder zuordnen.

Erfolgreiche Schulsozialarbeit ist möglich durch:

  • kontinuierliche Gruppenarbeit (in Kleingruppen und Klassen)
  • zeitnahe Intervention (zum Beispiel bei Schulmüdigkeit oder kritischen Lebenssituationen)
  • Kooperationsprojekt mit Jugendamt und Streetwork Werne zum Thema Schulverweigerung.
  • leichte Erreichbarkeit für Eltern, Schüler und Lehrer (in der Schule während der Unterrichtszeit und telefonisch zu den anderen Zeiten)
  • tragfähige Kooperationstrukturen mit Institutionen (zum Beispiel Erziehungsberatung, Jugendämter, Träger der freien Jugendhilfe usw.) und Personen im Schulumfeld
  • innovative Projekte, die das Wir-Gefühl von Klassen und der Schulgemeinschaft steigern
  • Angebote zum Beispiel zu den Themen Suchtprävention und -intervention, Gewaltprävention, Sexualpädagogik, Kommunikationstrainings, Berufsorientierung, und Mediation.
  • Freizeitpädagogische Angebote mit unterschiedlichen Zielrichtungen zum Beispiel Theaterprojekte, Arbeitsgemeinschaften, Kooperation mit den Jugendzentren Werne

Projekte

Logo

Hierzu zählen z.B. der geplante Aufbau und die Fortbildung einer Schülergruppe zu Multiplikatoren im Bereich der Medienpädagogik.

Schüler/innen aus dem Jahrgang 8 sollen den Schülern der Jahrgänge 5 und 6 in Kurzseminaren Informationen und Hinweise zum sachgemäßen und sicheren Umgang mit den  „neuen Medien“ vermitteln. Zuvor werden diese Schüler durch ein Team von Mitarbeitern der Schule, des Jugendamtes und der Schulsozialarbeit in einem 2-tägigen Seminar fortgebildet, sodass sie danach in 2er-Gruppen selbstständig die Schüler der Jahrgänge 5 und 6 informieren können.

Durch Schüler als „Lehrkräfte“ wird erhofft, dass bei den jüngeren Schülern mehr Verständnis und Interesse/Ernsthaftigkeit zu diesem aktuellen Thema geweckt wird.

Auch wird von Schulsozialarbeit eine Begleitung eines Angebotes zur Pausengestaltung bereitgehalten. In einem Projekt mit Schüler/innen der Jahrgangsstufe 9/10 sind 2 Kickertische instand gesetzt worden. Die Schüler/innen betreuen die Nutzung der Kickertische in den Pausen, stellen einen Spielplan auf und reinigen und warten die Kicker regelmäßig. 

Gruppenarbeit

Gruppenarbeit

In den Klassenverbänden werden Schüler/innen im Bereich der Sozialkompetenz und der Bildung einer respektvollen und funktionierenden Klassengemeinschaft unterstützt und beraten. Aus den eintägigen Veranstaltungen entstehen nachhaltige regelmäßige Treffen, um das Erarbeitete zu pflegen und zeitnah intervenieren zu können

Einzelgespräche

Einzelangebote

Hiermit sind alle Beratungs-, Konfliktlösungs-, und Gesprächsangebote sowohl mit Schülern als auch mit Eltern und/oder Lehrer/innen gemeint. Das Spektrum der Inhalte betrifft alle dem Schulalltag direkt oder indirekt zuzuordnenden Themen.  Hierbei sind Bezüge auf Schule teilweise nicht direkt auffindbar, aber meistens vorhanden.Auch eine weitergehende Kooperation und Beteiligung von anderen Partnern der Jugendhilfe (Jugendamt/freie Träger) ist im weiteren Verlauf möglich. Eine kontinuierliche Ausbildung von Streitschlichtern aus den Reihen der Schüler und deren Begleitung gehört zum Schulprogramm. 

AG's

AG's

tl_files/jugendhilfe/jugendzentrum/Schulsozialarbeit/Ags.JPGRegelmäßige, im Nachmittagsbereich wiederkehrende Sport und Kulturangebote, die zum Austausch, aber auch zum positiven Erleben des Ortes Schule beitragen. Soziales Lernen steht hierbei im Vordergrund. Hierbei wird die sportliche Komponente großgeschrieben. Es wird für alle Jahrgänge ein Fußball-AG-Angebot bereitgehalten. Eine Volleyball-AG für Mädchen ist seit kurzem neuestes Angebot der Schulsozialarbeit. Das Angebot wird kooperativ mit zwei Schülerinnen des 9. Jahrganges durchgeführt. Bei allen sportlichen Angeboten ist neben der Komponente der Bewegung ebenso soziales Lernen in der Gruppe ein wichtiges Thema. Zudem erfahren Schüler hier den Lernraum Schule einmal anders als im klassischen Unterricht. Dieses AG-Angebot vermittelt dabei auch Freude und Spaß am Lernort Schule und beugt somit auch der Schulmüdigkeit vor.

Konzeptionelle Grundlagen der Schulsozialarbeit

Unter Schulsozialarbeit verstehen wir ein professionelles sozialpädagogisches Angebot, das durch verbindlich vereinbarte und gleichberechtigte Kooperation von Jugendhilfe und Schule als eigenständige Institution dauerhaft im Schulalltag verankert ist. Sie verbindet verschiedene Leistungen der Jugendhilfe miteinander und ist mit diesem Angebot im Alltag von Kindern und Jugendlichen ständig präsent und ohne Umstände erreichbar. Sie bringt jugendhilfespezifische Ziele, Tätigkeitsformen, Methoden und Herangehensweisen in die Schule ein, die auch bei einer Erweiterung des beruflichen Auftrages der Lehrkräfte nicht durch diese allein realisiert werden können. Für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern öffnet die Schulsozialarbeit neue Zugänge zum Leistungsangebot der Jugendhilfe und erweitert deren präventive und integrative Handlungsmöglichkeiten.

Unter systematischem Gesichtspunkt ist Schulsozialarbeit ein Aufgabengebiet der Jugendhilfe. Rechtliche Grundlagen sind das Sozialgesetzbuch VIII: „Kinder- und Jugendhilfegesetz“ (KJHG), seine Ausführungsgesetze und, soweit vorhanden, entsprechende Gesetze, Richtlinien, Erlasse und andere Regelungen für die Tätigkeit sozialpädagogischer Fachkräfte an Schulen. 

Schulsozialarbeit dient den allgemeinen Zielen und Aufgaben der Jugendhilfe nach § 1 KJHG und setzt sie unter den spezifischen Bedingungen und Anforderungen des schulischen Lebensraumes um: 

Sie fördert – gemeinsam mit der Schule - die individuelle und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen - unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen -, indem sie an der Schule Aktivitäten anbietet, durch die Schülerinnen und Schüler über das schulische Angebot hinaus ihre Fähigkeiten entfalten, Anerkennung erfahren und soziale Prozesse gestalten können.

  • Sie trägt dazu bei, Benachteiligungen zu vermeiden und abzubauen, indem sie Ausgrenzungen und dem Risiko des Scheitern in der Schule entgegenwirkt und schulisch weniger Erfolgreiche darin unterstützt, ihre Stärken zu entfalten, Ressourcen zu erschließen und Lebensperspektiven zu entwickeln.
  • Sie berät Lehrkräfte und Eltern in Erziehungsfragen, indem sie sozialpädagogische Sicht- und Handlungsweisen in die Schule einbringt und eine Brückenfunktion zwischen den einzelnen Sozialisationsinstanzen wahrnimmt. Sie schützt Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl, indem sie an der Schule Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Lebensprobleme und Risiken leistet, zur Selbsthilfe befähigt und spezielle Hilfen vermittelt.
  • Sie trägt dazu bei, positive Lebensbedingungen zu erhalten bzw. zu schaffen, indem sie daran mitwirkt, Schule als Lebensraum so zu gestalten, dass alle darin ihren Platz haben, dass vielfältige Beziehungen zum sozialen Umfeld bestehen und dass Kinder und Jugendliche sich an der Gestaltung des Lebensraumes Schule beteiligen können. 

Schulsozialarbeit leistet Jugendarbeit gemäß § 11 KJHG

Jugendarbeit, fördert die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, knüpft an den Interessen junger Menschen an und wird von ihnen mitgestaltet. Sie richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen mit dem Ziel, "sie zur Selbstbestimmung zu befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anzuregen und hinzuführen." 

Schulsozialarbeit leistet Jugendsozialarbeit gemäß § 13 KJHG

Jugendsozialarbeit richtet sich an solche Kinder und Jugendliche, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind. Ihnen sollen sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulische und berufliche Ausbildung... und ihre soziale Integration fördern." 

Schulsozialarbeit leistet erzieherischen Kinder- und Jugendschutz nach § 14 KJHG

„Entsprechende Maßnahmen sollen junge Menschen befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie zur Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen führen“. Schulsozialarbeit leistet Beratung in Erziehungsfragen und trägt so zur allgemeinen Förderung der Erziehung in Familien nach § 16 KJHG bei. Sie berät Eltern, vermittelt in Konfliktfällen zwischen Eltern und Lehrkräften, kooperiert mit der Elternvertretung und bietet Lehrkräften und Schulleitung in sozialpädagogischen Fragen Beratung an. 

Schulsozialarbeit leistet die in § 81 geforderte Kooperation der Jugendhilfe mit anderen Stellen und öffentlichen Einrichtungen, insbesondere mit der Schule und der Schulverwaltung.

Neben diesen Jugendhilfeangeboten, die Schulsozialarbeit selber leistet, vernetzt sie den schulischen Lebensraum mit anderen Jugendhilfeleistungen und übernimmt eine Vermittlungsfunktion dabei, dass Hilfebedürftige diese Leistungen beim örtlichen Jugendhilfeträger einfordern können.